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AAWA - Association

 

Offener Brif an Angela Merkel

 

Dipl. Ing.                                                                             Köln, den 20.06.2007

Ali-Akbar Rastgou

Im Rosenwinkel 2h

51143 Köln

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

wie Sie wissen wird mit der Entscheidung des EuGH vom 12.12.2006, die besagt, das die Aufnahme der „Modjahedin-e-Khalq-Organisation (MKO/PMOI...e.t.c.)“ in die Liste der Terroristischen Vereinigungen der EU nichtig sein soll, die Diskusion um die MKO wieder erneut entfacht.

Die MKO sind als bewaffnete terroristische Gruppe, die im Jahre 1965 gegründet wurde und gemeinsam mit den Anhängern des Ajatollah Chomeini 1979 den persischen Schah vom Thron gejagt hat. Als sie dann wider Erwarten von Chomeini nicht an der Macht beteiligt wurden, richteten sich ihr bewaffneter Kampf und die terroristischen Aktionen gegen das Mullahregime wobei auch zahlreiche unschuldige Menschen umgebracht wurden. Die MKO kämpfte auch unter Saddam Hussein als Söldnergruppe und hat seit dem  im Irak ihr Hauptquartier, Camp Ashraf.  Im Zuge der Befreiung des Irak mussten die MKO alle schweren Waffen abgeben, durften aber ihr Camp und „leichte“ Waffen zur Selbstverteidigung behalten.

Es wurde eine Exil-Regierung gegründet, der „Nationale Widerstandsrat Irans“ in dem die „Führerin“ Maryam Rajavi alle iranischen Oppositionsgruppen vereinigt haben will.  Fakt ist jedoch, das der NWRI nur Gruppen angehören, die die Ideologie der MKO teilen und sich den Zielen der MKO unterwerfen. Alle anderen Oppositionsgruppen werden von der MKO nicht anerkannt und bekämpft.

Zwar haben die Anwälte der MKO vor dem EuGH zu Protokoll gegeben, „ihre sämtlichen Mitglieder übten nach ausdrücklichem Verzicht seit Juni 2001 keine militärische Aktivität aus und sie verfüge derzeit nicht mehr über eine bewaffnete Struktur“, aber dennoch ist es seit dem immer wieder zu Gewalttaten der MKO gekommen.

Nicht nur die Selbstverbrennungen einiger MKO-Mitglieder im Jahr 2003 nach der Verhaftung der Anführerin Marijam Radjavi zeigen eine deutliche Gewaltbereitschaft, auch sind Bedrohungen von Kritikern und Aussteigern der MKO an der Tagesordnung.

-         Ich selbst wurde als Aussteiger der MKO und engagierter Aufklärer über diese Organisation mehrfach bedroht und verleumdet:

Nachdem ich im November 2003 ein Buch mit dem Titel „Die Volksmojahedin im historischen Spiegel“ veröffentlicht habe, wurden annonyme Briefe, an den Arbeitgeber meiner Frau geschickt, in dem ich als Agent der Islamischen Republik bezeichnet wurde, und an die Staatsanwaltschaft Köln, in dem behauptet wurde, ich habe Waffen und gefälschte Passdokumente in meinem Haus versteckt.

Außerdem wurden im Internet verschiedene Kommuniques gegen mich verbreitet und auch in ganz Köln in die Briefkästen iranische Mitbürger geworfen.

-         Fotos und Namen von Aussteigern, die im März 2005 an einer friedlichen Demonstration in Paris teilgenommen haben, werden im Internet veröffentlicht und als „Agenten der Islamischen Republik“ tituliert

http://www.aftabkaran.com/mozdorAn.pdf 

-         Aussteiger werden von der MKO als „Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstministeriums VEVAK“ bezeichnet, (wie auf einer Homepage eines deutschen Tarnvereins der MKO:

http://www.hmiran.de/index.php?option=com_content&task=view&id=96&Itemid=34)

Zuletzt zeigte die MKO ihre Gewaltbereitschaft am vergangenen Sonntag, den 17.06.2007 in Paris:

In der FIAP sollte ein Seminar der „Association pour la Protection des Emigrants d’Iran (APE-Iran)“stattfinden. An dieser Veranstaltung nahmen außer mir auch etliche andere  Aussteiger der „Mojahedin-e-Khalq-Organisation“ teil.

Vermutlich aus diesem Grund wurde diese Veranstaltung gegen 14 Uhr (eine halbe Stunde vor Beginn des Seminares) von ca. 50 Mitgliedern der MKO, die eingens aus Holland, Deutschland, Großbrittannien, Belgien und der Schweiz angereist waren, gewaltsam gestürmt und auf einige Besucher, unter anderem auf mich selbst, wurde so stark  eingeprügelt, dass wir im Krankenhaus behandelt werden mussten. Französische Bürger, die das Seminar besuchen wollten wurden dadurch abgeschreckt und von der MKO verjagt.

Ein Großeinsatz der Polizei beendete den Vorfall und die Angreifer konnten festgenommen werden. Gegen sie wurden Strafanzeigen gestellt.

Die Angreifer haben mich und andere Aussteiger gezielt attackiert und nicht einfach wahllos draf los geprügelt. Sie wollten bestimmte Personen erwischen.

Auch der Betreiber der FIAP gab zu Protokoll, dass im Vorfeld von der MKO Druck auf ihn ausgeübt worden sei, um diese Veranstaltung von Aussteigern und Kritikern der MKO zu verhindern. Weil die MKO ihr Ziel durch Einschüchterungsversuche nicht erreichen konnte, griffen sie zu drastischeren Mitteln und haben mit der gewaltsamen Stürmung der Veranstaltung erreicht, dass das friedliche Seminar nicht stattfinden konnte.

Auf einer Homepage der MKO werden seit diesem Vorfall die Teilnehmer dieser Konferenz mit den Hinrichtungskommandos des Mullahregimes gleichgesetzt, deren Taten „...nie vergessen werden...“ (Die MKO hat die Angehörigen dieser Hinrichtungskommandos im Iran gewaltsam bekämpft und getötet!)

www.hambastegimeli.com

Auf der selben Homepage wurde ein Gegenüberstellungsfoto des französischen Zentralkommissariates vom 17.06.2007 veröffentlicht, auf dem zwei Security-Mitarbeiter der FIAP und einer der angegriffenen Aussteiger zu sehen sind. Laut MKO-Homepage zeigt dieses Bild „...einen verhafteten iranischen Agenten und zwei Söldner des iranischen Geheimdienstes...

Dies ist nur ein Beispiel für die Vorgehens- und Denkweise der MKO und ein deutliches Anzeichen dafür, dass die MKO in Zukunft wieder einen härteren Kurs gegen ihre „Gegner“ fahren wird.

Auch in Deutschland können wir uns nicht sicher sein, dass die MKO nicht zu ähnlichen Maßnahmen greift, um Austeiger und Kritiker mundtot zu machen und solche Seminare zu verhindern.

Ich habe mich mit diesem Brief dierekt an sie, Frau Merkel, gewandt, da sie als EU-Ratspräsidentin und Bundeskanzlerin dafür sorgen müssen, dass Staatsbürger, die ihrem verfassungsmäßigen Grundrecht auf Meinungsfreiheit nachgehen und unter Wahrung und Achtung der demokratischen Prizipien ihre Meinung kundtun, nicht von ausländischen Terrororganisationen daran gehindert werden!

Diese Praxis muss innerhalb der EU und innerhalb anderer demokratischer Staaten im Keim erstickt werden, sonst sind meine Familie und ich auch hier in Deutschland nicht mehr sicher!

Wird der MKO nicht Einhalt geboten, dann können auch Sie und jeder andere europäische Bürger sich nicht mehr sicher vor gewaltsamen Übergriffen von Terroristen fühlen!

Mit freundlichen Grüßen,

Ali-Akbar Rastgou

 

Durchschriften:

-         Herr Steinmeier, Auswärtiges Amt

-         Herr Schäuble, Innenministerium